Anpassung von Städten an den Klimawandel

Angepasstes Verhalten und Risikokommunikation

Das persönliche Selbstschutzverhalten gegenüber Wetterextremen kann durch direkte Maßnahmen (wie witterungsgerechte Kleidung, bauliche Präventivmaßnahmen am Gebäude, Vermeidung von exponiertem Gelände), als auch indirekte Maßnahmen (wie Risikoreduktion durch Versicherungen) zur Vermeidung und Abmildung eines Schadens beitragen.

Städten können durch eine gezielte Risikokommunikation, ein Bewusstsein für die Gefahr von Wetterextremen in der Bevölkerung schaffen und über entsprechende Maßnahmen zur Eigenvorsorge aufklären. Um hierfür eine zielgruppenorientierte Kommunikationsstrategie zu ermöglichen, sind sowohl die Wahl geeigneter Kommunikationskanäle (z.B. soziale Medien, Lokalpresse, Etablierung eines „Hitzenetzwerks“) als auch die Kommunikationsform von besonderer Bedeutung.

@Pixabay/geralt

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Verhaltensmaßnahmen

Beim Auftraten von Wetterextremen und über Informationskampagnen können Städte Bürger*innen über angepasstes Verhalten zur Eigenvorsorge informieren. Für Hitze bedeutet das zum Beispiel eine erhöhte Trinkmenge, Hitzeschutz des eigenen Wohnraumes, angepasste Kleidung und Kopfbedeckung, Vermeidung physischer Aktivitäten während der heißesten Tageszeiten und Versorgung besonders gefährdeter Personen mit Getränken und Lebensmitteln sicherstellen. Bei Starkregen und Unwetter wird empfohlen, im Rahmen der Eigenvorsorge Fenster, Türen, und Dachluken im Haus zu schließen, sich nicht im Freien aufzuhalten, und in soliden Gebäuden Schutz zu suchen, Wälder sowie Freileitungen zu meiden und achtsam gegenüber der umgebenden Infrastruktur (durch Wasserdruck angehobene Kanaldeckel, durch Sturm abgelöste Dachziegel) zu sein.

Risikokommunikation

Die Risikokommunikation informiert über mögliche Schäden, um die betroffene Bevölkerung zum Handeln zu motivieren. Hierbei wird eine regionalspezifische, „erfahrungsnahe“ Kommunikationsstrategie, die an Erfahrungen aus vorangegangenen Extremwetterperioden erinnert, empfohlen.

Weiterführende Literatur